Matthias Kaulen ist Vorsorge-Spezialist, Generationenberater und zertifizierter Testamentvollstrecker. Geprägt durch den frühen Verlust seines Vaters weiß er, wie entscheidend umfassende Vorsorge für Familien ist. Sein Anspruch: rechtliche, finanzielle und medizinische Themen so zu vermitteln, dass sie verständlich und umsetzbar werden.
Der Bedarf ist groß. Viele Familien sind auf den Ernstfall nicht ausreichend vorbereitet – sei es bei Krankheit, Unfall oder Tod. „Die meisten beschäftigen sich erst mit Vorsorge, wenn im Umfeld etwas passiert ist. Doch dann ist es oft zu spät“, warnt Kaulen.
Vorsorge als laufender Prozess
Für Kaulen ist Vorsorge kein einmaliges Dokument, sondern ein dynamischer Prozess. „Etwas zu machen, ist immer besser als nichts zu machen“, betont er. Besonders junge Menschen neigen dazu, das Thema aufzuschieben. Doch spätestens mit dem ersten Kind beginne eine große Verantwortung, die abgesichert werden müsse.
Ein Fall aus seiner Beratungspraxis hat ihn besonders geprägt: Eine Familie, die er überzeugt hatte, auch die Mutter mit einer Risikolebensversicherung abzusichern, war vorbereitet, als diese schwer erkrankte und verstarb. „Die Familie war abgesichert. Das hat mir gezeigt, welche Verantwortung wir Makler tragen“, erzählt er.
Darüber hinaus geht es für Kaulen nicht nur um die Angehörigen, sondern auch um die eigene Entscheidungsfreiheit. „Wer Vorsorge betreibt, schützt nicht nur seine Angehörigen, sondern erhält auch seine Selbstbestimmung“, erklärt er. Damit Vorsorge selbstverständlich wird, müsse sie offener kommuniziert und gesellschaftlich positiv besetzt werden.